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Wehenfördernde Mittel aus dem Erfahrungsschatz der Natur

28. Februar 2011 Keine Kommentare

Es gibt wohl kaum etwas Schöneres im Leben einer Frau als ihr Neugeborenes im Arm zu halten. Entsprechend sehnsuchtsvoll wird dieser Augenblick darum auch von der werdenden Mutter erwartet. Doch was kann man tun, wenn der Geburtstermin ĂŒberschritten ist und die Wehen einfach nicht einsetzen wollen?

Zum GlĂŒck haben engagierte Hebammen sowie unsere MĂŒtter und GroßmĂŒtter im Laufe der Zeit hierzu wertvolle Erfahrungen ĂŒber wehenfördernde Hausmittel gesammelt, von denen wir heute profitieren können.

Hilfreich ist es in jedem Fall, ĂŒber den Tag hinweg regelmĂ€ĂŸig beide Brustwarzen eine Minute lang zu massieren. ErgĂ€nzen lĂ€sst sich diese einfache Maßnahme durch ein tĂ€gliches Heublumensitzbad. Dazu wird eine spezielle Plastikwanne in die ToilettenschĂŒssel eingehĂ€ngt und mit heißem Wasser und den besagten Heublumen gefĂŒllt. Wer es vertrĂ€gt, kann auch ein warmes Vollbad nehmen. Da dies jedoch nicht jeder Kreislauf in diesem SpĂ€tstadium der Schwangerschaft so einfach wegsteckt, sollte man nur dann baden, wenn eine weitere Person in der NĂ€he ist.

In einem alten HeilkrĂ€uterbuch wird Wermuttee als besonders wehenfördernd beschrieben, da er die Durchblutung des Gewebes anregt. Bekannter ist heute aber wohl ein Tee aus Zimt, Ingwer, Nelken und Verbene, denen allesamt wehenförderne Eigenschaften zugeschrieben werden. Man nimmt einen Esslöffel Verbenentee aus der Apotheke, eine Zimtstange, eine kleine Ingwerwurzel und zehn Nelken und kocht alles zusammen auf. Den Tee lĂ€sst man einige Minuten ziehen und trinkt ihn dann schluckweise ĂŒber den Tag verteilt. Hierdurch wird die Muskulatur der GebĂ€rmutter stimuliert.

Zimtliebhaberinnen können aber auch einfach mit Zimt gewĂŒrzten Naturjoghurt oder Milchreis essen um sich die wehenförderne Eigenschaft dieses GewĂŒrzes zunutze zu machen.

Viele Hebammen empfehlen auch das Einsetzen eines mit Nelkenöl getrĂ€nkten Tampons. Es ist jedoch davon abzuraten, diese Maßnahme in eigener Regie durchzufĂŒhren. Hierzu sollten immer der Arzt oder die Hebamme zur Rate gezogen werden. Das Nelkenöl macht den Beckenboden weich und nachgiebig. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es nach dieser Behandlung nur halb so oft zu Kaiserschnittgeburten kommen soll wie nach Wehentropf und Prostaglandin-ZĂ€pfchen.

Ein Schlussgedanke: Jedes Ungeborene weiß, wann der richtige Zeitpunkt fĂŒr seinen Eintritt ins Leben gekommen ist und wir sollten nicht zu sehr in die natĂŒrlichen AblĂ€ufe eingreifen. In diesem Sinne kommt hier eine der Ă€ltesten aller Weisheiten zu Wort: Abwarten – und Tee trinken.